Mittwoch, 8. Juni 2011

Was ist passiert?

Die Informationen über den Tod sind sehr ungenau und widersprüchlich.

Die Gruppe DERBRAUNEMOB hat eine sehr gute Stellungsnahme geschrieben. Hier ihre Presseerklärung:
http://blog.derbraunemob.info/wp-content/uploads/2011/05/PM_Erschiessung_in_ffM.pdf
von der Seite:
http://blog.derbraunemob.info/2011/05/24/pressemitteilung-erschiesung-anscheinend-unproblematisch-ruge-der-medienberichterstattung-uber-tod-im-jobcenter-frankfurt/

DERBRAUNEMOB schrieb:

"Nach polizeilicher Darstellung soll es am 19. Mai 2011 zu einem Streit zwischen der 39-
jährigen Frau und einem Sachbearbeiter bezüglich der Auszahlung von Sozialleistungen
gekommen sein. Die Frau soll anschließend den Betriebsablauf im Jobcenter „gestört“ und
sich geweigert haben, das Jobcenter zu verlassen. Die daraufhin von den Mitarbeitern des
Jobcenters herbeigerufenen Polizeibeamten, eine Polizistin sowie ihr Kollege, sollen darauf
hin die Frau zum Vorzeigen ihrer Ausweispapiere aufgefordert haben. Hierauf soll die Frau
ein Messer gezogen und auf den Bauch und den Arm des Polizeibeamten eingestochen
haben, woraufhin als Reaktion die Polizistin einen Schuss in den Bauch der Frau abgefeuert
haben soll, der diese lebensgefährlich verletzt habe. Die Frau ist kurze Zeit später ihren
Verletzungen im Krankenhaus erlegen.
Der Berichterstattung zufolge erklärte die zuständige Staatsanwaltschaft ebenso wie die
zuständige Polizei noch am selben Tag, es handele sich offensichtlich um einen „klaren Fall
von Notwehr“ seitens der Polizistin."

Kommentare:

  1. So offensichtlich wie die Staatsanwaltschaft und Polizei das darstellen möchte sehe ich das nicht. Ich sehe das eher so als wenn offensichtlich kein Bedarf an Aufklärung besteht.
    Das einzigste was offensichtlich ist, ist das viele Fragen offen bleiben bisher.
    1. Warum wurde die Schusswaffe genutzt? Gab es keine andere Möglichkeit? Polizisten haben eine Tonfa und/oder Pfefferspray. Das hätte man nutzen können. Schon der Tatsache geschuldet das man in einem Gebäude nicht abschätzen kann ob das Projektil wieder Austritt und somit unbeteiligte verletzt hätte werden können.
    1.1. Wurde der Einsatz der Schusswaffe angedroht?
    2. Wird neben der Ermittlung gegen die Beamtin auch gegen das Jobcenter ermittelt? Schliesslich muss es einen Grund geben warum die Frau ausgerastet ist.
    3. Wurde vorher versucht, von Seiten der 2 Beamten, heraus zu finden um was es geht? Oder wurde die Frau gleich "Abgestempelt"?

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  2. Wieso nimmt man ein Messer mit auf ein Amt?

    Wieso bedankt man sich nicht wenn man eine finanzielle Zusage per Überweisung bekommt und fragt nach der nächsten Geldabholmöglichkeit?

    Droh mal mit einer Schusswaffe wenn du schon das Messer im Bauch hast. Messer rangieren in der Mordstatistik in Deutschland noch vor Schusswaffen.Ich gebe dir aber Recht das mit Vollmantelgeschosse die Gefärdung der Umgebung höher ist als mit Teilmantel oder Hohlspitzgeschosse. Diese hätten das Opfer (Täter) auch nicht so lange leiden lassen.

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  3. Herr Bernau,

    woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass Streifenpolizisten einen Tonfa tragen dürfen? Das ist nicht der Fall.
    Pfefferspray ist taktisch von Vorteil, um Gegner auf Distanz zu halten. Bei einem direkten, mit Tötungsabsicht handelnden Angriff ist Pfefferspray wirkungslos, da es eine Zeitverzögerung in der Wirkung besitzt. Oft genug zeigt es keine Wirkung, weil die Probanten unter Drogeneinfluss stehen.

    Ob das Projektil einen anderen Menschen verletzt ist erst einmal unrelevant, es geht um die Abwehr der gegenwärtigen Gefahr. Ihrer Meinung nach dürfte in Wohnungen und Gebäuden überhaupt nicht mehr geschossen werden.

    Eine Androhung des Schusswaffengebrauches bedarf es in diesem Fall nicht mehr.

    Welcher Kausalzusammenhang soll zwischen dem Jobcenter und dem Schusswaffengebrauch stehen? Wird gegen die psychologische Betreuung von Frau Schwundeck ermittelt? Gegen ihren Ehemann und die Familienverhältnisse?

    Es fällt auf, dass die typischen Polizei und Staatsgegener nur schwer in die stichhaltige Argumentation kommen.

    Frau Schwundeck versuchte einen Poliozeibeamten zu töten. Frau Schwundeck versuchte einen Menschen zu töten. Der Angriff stand nicht unmittelbar bevor, der Angriff hat stattgefunden und erst danach kam die Schussabgabe.

    Wenn wir schon von Opgerschutz sprechen, dann sollen die Beamten nicht unerwähnt bleiben. Vorzuheben ist das professionelle Handeln der Beamtin, die ihrem Kollegen das Leben rettete.

    Ein Schadensersatzanspruch entbehrt jeglicher Grundlage und ist realitätsfern.

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  4. Aha, das Imperium schlägt anonym zurück in diesem Blog.
    Allen selbsternannten Sheriffs zur Kenntnis: Es ist nur eine Tatsache sicher, Christy Schwundeck wurde von der Polizei erschossen!

    Ob es ein Messer gab, ob es einen schwerverletzten Polizisten gab (wie geht es dem eigentlich? Warum hört man da nichts?), ob es sich überhaupt um eine Notwehrsituation handelte - wir wissen es nicht.

    Es gibt jedenfalls in dieser traurigen Angelegenheit viele Ungereimtheiten und unbeantwortete Fragen.

    Die Staatsanwaltschaft und das LKA hätten sich wahrscheinlich längst geäußert, wenn der Tathergang so sonnenklar wäre, wie hier einige "Ordnungshüter" behaupten.

    Und damit hier nichts unter den Teppich gekehrt werden kann im Frankfurter Filz, ist ständiger öffentlicher Druck nötig.

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  5. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  6. Erstaunlich, dass es bei 7 Mio H4-Beziehern bisher so friedlich im Lande und in JobCentern zugeht. Wenn "die Staatsgewalt" jedoch glaubt, durch Einsatz der Schußwaffen wachsenden Problemdruck lösen zu können, ist es nur eine Frage der Zeit, wann dieser Schuss nach hinten losgehen wird ......

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