Dienstag, 28. Juni 2011

Radio: "Lautstarke Demo zur Aufklärung des Todes von Christy Schwundeck"

Liebe Leute,

am Samstag, den 18.06.11 zogen 350 Menschen lautstark durch die Frankfurter Innenstadt. Sie fordern, dass die Erschießung von Christy Schwundeck aufgeklärt wird. Am 19. Mai wurde sie im Jobcenter Mainzer Landstraße von der Polizei erschossen.

Diese Demonstration habe ich mitgeschnitten und darüber eine Sendung gemacht.
Diese Sendung wird am kommenden Mittwoch (29.06.2011) von 18-19 Uhr auf der UKW-Radiofrequenz 92,5 MHZ im Raum Mainz-Wiesbaden zu hören sein.

Ferner ist die Sendung auch als Livestream während dieser Zeit hörbar.
Datum und Zeit: wie oben
Webseite: www.radio-rheinwelle.de "Webradio on air" (Radio-Quer hat leider (noch) keine eigene Frequenz)

oder:
Ihr könnt die Beiträge Euch beim Bund freier Radios anhören:
Link: http://www.freie-radios.net/41786

Solidarische Grüße
Helmut (Radio-Quer Mainz-Wiesbaden)
Medieninitiative Wiesbaden-Mainz Radio-Quer e.V.
www.radio-quer.de auf der Wiesbadener Lokalradiofrequenz UKW 92,5 MHz

Sonntag, 19. Juni 2011

Lautstarke Demo zur Aufklärung des Todes von Christy Schwundeck


Am Samstag, den 18.06.11 zogen 350 Menschen lautstark durch die Frankfurter Innenstadt. Sie fordern, dass die Erschießung von Christy Schwundeck aufgeklärt wird. Am 19. Mai wurde sie im Jobcenter Mainzer Landstraße von der Polizei erschossen. Christy Schwundeck befand sich in einer akuten Notlage; sie hatte kein Geld mehr zum Leben. Weder auf der Bank noch in bar. Der Sachbearbeiter und die Leiterin des Jobcenters verweigerten ihr aber ein Vorschuss von 10 Euro und bestanden darauf, dass Christy Schwundeck das Haus verlässt. Christy Schwundeck blieb um sich Gehör zu  verschaffen. Als die Polizei eintraf eskalierte die Situation aus bisher ungeklärten Gründen. Während die Staatsanwaltschaft Frankfurt noch am selben Abend von „offensichtlicher Notwehr“ sprach, will die „Initiative Christy Schwundeck“ wirkliche Aufklärung. Viele Fragen seien nicht beantwortet, so zum Beispiel warum das Jobcenter sagt, Christy Schwundeck sei friedlich gewesen bis zur Ankunft der Polizei, im Gegensatz zum Sicherheitsdienst der die Polizei wegen einer „randalierenden Frau“ verständigte.  Die Medien sprachen ebenfalls sofort von einer „randalierenden“ Person. Manga Diagne von der Initiative fragt: „Warum fallen Medien und Staatsanwaltschaft ein Urteil, ohne offene Fragen beantwortet zu haben. Soll hier zum Schutz der Polizei nicht ermittelt werden? Wir werden weiter dafür kämpfen, dass es zur Beantwortung unserer Fragen kommt und in einem Prozess Klarheit geschaffen wird.“ Die Demonstranten aus den afrikanischen Gemeinden, Erwerbsloseninitiativen und antirassistischen Gruppen riefen: „Warum, warum hat die Polizei geschossen? – Wir wollen Aufklärung!“ Eine Demonstrantin beschrieb es so: „ Mich haben die lauten Fragen beeindruckt: ‚Warum sollte die Polizei schießen? Ist die Polizei nicht geschult? Wer ist der nächste?‘ Die Menschen hier sind emotional sehr Betroffen. Beim gemeinsame Rufen ‚Nein zur Polizeitötung, Nein, Nein.‘ habe ich die Ängste der Menschen durch die Tathandlung der Polizei gespührt.“
Ganze 2 Stunden dauerte der Trauermarsch, und so lange dauerten auch die Sprechchöre. Die ganz besondere Stimmung dieser Demo entstand durch den Wechsel von lautstarken Sprechchören und Schweigeminuten bei denen sich die ganze Demo hinsetzte. Zahlreiche Passanten wurden aufmerksam und haben sich über die Ziele der Initiative informiert. Auf der Kundgebung sprachen unter anderem Vertreter des Arbeitskreises München, von der Initiative für Oury Jalloh aus Dessau und von TheVOICE aus Berlin. Eine emotional beeindruckende, spontane Aktion auf der Kundgebung bot eine  leidenschaftliche Sängerin, die mit dem Lied „Amazing Grace“ für Gänsehaut sorgte. Dieses Lied zum Abschluss hat noch einmal die emotionale Betroffenheit aller zum Ausdruck gebracht.
Trotz der eindrucksvollen Stärke der Demonstration und der Brisanz des Themas berichteten die Zeitungen bislang nicht. Sollen hier unbequeme Fragen nicht öffentlich gestellt werden? Die „Initiative Christy Schwundeck“ wird ihr Ziel, Aufklärung und Gerechtigkeit für Christy Schwundeck, weiterverfolgen und lädt alle Interessierten zur Mitarbeit und Unterstützung ein.

Vielen Dank allen die mit gelaufen sind.
Vielen Dank allen die mit organisiert haben.

Kurzer Bericht im Fernsehen bei der Hessenschau:
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=3056 und dort auf "18.06.2011 hessenschau Nachrichtenblock" klicken.

Freitag, 17. Juni 2011

Flugblatt zur Demo am 18.6. in Frankfurt

Das Flugblatt zur Demo könnt ihr hier runterladen
Demoflugblatt.pdf (->Datei:  ->Orginal herunterladen oder ->Drucken (pdf)

Ich freue mich darauf euch alle morgen bei der Demo zu sehen.

B.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Solikundgebung vor Job-Center Berlin-Neukölln für Werner Braeuner

Aus:

http://de.indymedia.org/2011/06/309730.shtml

"Es wurde in der Kundgebung ein Schild mit dem Bild der fröhlich lächelnden Christy Schwundeck hochgehalten auf dem stand: „Christy Schwundek *01.06.1971 +19.05.2011 erschossen von der Polizei am 19.05.2011 im Jobcenter Frankfurt / MAIN“.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Ein Erlebnisbericht von einer ARGE


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich finde es großartig das Sie diese Organisation ins Leben gerufen haben.
Ich konnte nicht fassen was da passiert ist. Ich selber befinde mich
zur Zeit im Rechtsstreit mit der Arge. Ich bin 2X Jahre alt und im
März habe ich mein drittes Kind geboren. Ich habe vorher freiberuflich
als Krankenschwester gearbeitet und was ich die letzten Monate mit der
Arge erlebt habe ist wirklich erniedrigend!!!
Ich bin chilenische Abstammung bin aber in Deutschland geboren und zur
Schule gegangen. Weiß aber wie man als Ausländer behandelt wird mein
Glück ist das ich keinen Akzent habe, sonst würde man noch schlimmer
mit mir umgehen.
Die Arge braucht furchtbar lange, um geforderte Papiere an die
Familienkasse zu schicken, deswegen zahlt die Kasse solange an mich
kein Geld.
Mir schuldet die Familienkasse derzeit 1XXX€
Wir sind an meinem Dispolimit angekommen und wovon wir jetzt essen
sollen weiß ich nicht. Mein Baby braucht Milch und meine Kinder sind
auch erst 4 und 5 Jahre alt.
Ich kann verstehen warum Christy Schwundeck so reagiert hat ich
überlege auch schon was ich tun kann damit man mir endlich zuhört.
Man kann hier verhungern und kein Schwein interessiert das!!!
Egal wo ich anrufe überall wird mir erzählt es ist in Bearbeitung und
es müssen Fristen eingehalten werden, sogar beim Amtsgericht, wo ich
letzte Woche hingegangen bin. Die hat die Akte bei der Arge
angefordert und denen eine Frist bis morgen gegeben und noch ist
nichts passiert!!
Aber was tun wenn man wirklich kein Geld mehr hat???
Wird erst gehandelt wenn man tot aufgefunden wird?
Wird dann auch eine Geschichte erfunden, um das Ganze zu vertuschen?
Und dann möchte Deutschland mehr Kinder?? Wozu wenn Sie im Notfall
verhungern oder verwahrlosen und es jedem Amt egal ist.
Ich bin furchtbar enttäuscht und traurig über so wenig Menschlichkeit
und werde auf die Demo gehen!!!!
Warum muss erst jemand sterben, damit man ernst genommen wird?!!

Wenn ich etwas zu dieser Organisation beitragen kann, wäre das eine
Ehre für mich.

Ich würde auch gerne mehr darüber Erfahren wie diese Geschichte ausgeht.

Liebe Grüsse
Frau XXXXXX XXXXXXXXXXXX

(Durch den Administrator durch XXXXX anonymisiert.)

Gedenk-Video der Dresdner Sozialwacht

Bitte kommt zur Trauer- und Gedenkdemo!

Dienstag, 14. Juni 2011

Spendenkonto für die Initiative Christy Schwundeck


Spenden an die Initiative Christy Schwundeck
über das Konto

Es tut uns leid, bis voraussichtlich Freitag kann auf das Konto kein Geld überwiesen werden. Sobald dies wieder möglich ist stellen wir die Kontonummer wieder hier ein. (Bernhard, 8. Aug. 2011)

Vielen Dank